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Zu Besuch beim Poverello, bei Klara und mir selbst

Die Pilgerwanderwoche in und um Assisi rüttelte auf, stellte in Frage und bot eine gute Mischung aus spirituellen Impulsen und Gemeinschaft. Planungen für die kommenden Jahre bereits angelaufen.
Die Pilgergruppe Assisi auf dem Festungshügel oberhalb der Stadt
Datum:
20. Okt. 2026
Von:
Markus Hartmann

Pastoraler Raum. Zugegeben: es schien in diesem Sommer unmöglich, ihm aus dem Weg zu gehen. Zum 800. Todestag des heiligen Franz überschlugen sich die Medien mit unterschiedlichen und doch immer ähnlichen Lebensbeschreibungen und Analysen. Und trotzdem rundete sich für die 27 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Pilgerfahrt nach Assisi erst vor Ort das Bild dieses konsequenten und entschiedenen Mannes an den Stätten seines kurzen Lebens.

Der Pastorale Raum hatte zur Fahrt nach Umbrien eingeladen, um dem “Poverello”, so der Spitzname Franziskus´, auf die Schliche zu kommen, der, wie kaum ein anderer, allerorten Bewunderung findet. Ein Universalheiliger, der jedem etwas bietet, auch Ungläubigen und Zweiflern. Ein Mann, der einfach nur seinen Glaubensweg suchte und dabei als Nebenprodukt einen Orden gründete. Der radikal Armut lebte und plötzlich für tausende von Anhängern Sorge tragen musste. Der Schmerzen und Krankheiten erduldete und im größten Leid im wunderbaren Sonnengesang ein Lob auf Schöpfer und Schöpfung anstimmte. 

In Assisi, seiner Heimat, suchte die Pilgergruppe rund um Pastoralreferent Markus Hartmann, Annemie Ulrich und Diakon David Bruch nach seinem geistigen Erbe und auch nach der Bedeutung für den eigenen Glaubensweg. Und das konsequent zu Fuß, immer mit viel Zeit, den Ort sprechen zu lassen, und stets im lebendigen Austausch untereinander – Markenzeichen der Pilgerwanderwochen des Pastoralen Raums.

Auch ohne den frommen Hintergrund ist die Stadt am Fuße des Subasio-Gebirges bereits eine Reise wert. Steile, enge und mittelalterliche Gassen und Mauern, in Gold gehüllt beim Sonnenuntergang, berauschen. Sie präsentieren sich heute nicht viel anders als zu Zeiten von Franziskus und seiner Seelenverwandten Klara, deren Lebensstätten an weiteren Tagen aufgesucht wurden. Sicherlich ein Höhepunkt: die Wanderung über die steilen Pfade im Hinterland zu Eremitagen und Höhlen, in denen die ersten Franziskaner die Stille suchten.

Vor 800 Jahre lebte dort Franziskus seine leidenschaftliche Liebe zur Schöpfung - seine Botschaft ist angesichts von Klimakrise, Artenschwund und Umweltkatastrophen aktueller denn je. Und Klara und Franz gaben und geben etwas mit: Impulse, Gedanken, brachten und bringen zum Innehalten und Nachdenken.

“Genau das ist doch, was wir wollen,” erläutert das Leitungsteam unisono. “Wenn was in Bewegung kommen soll, dann müssen wir uns bewegen. Aus dem Gewohnten ausbrechen, loslassen, uns auf Neues einlassen!”

In diesem Geiste laufen bereits heute Planungen für weitere Pilgerwanderwochen in den kommenden Jahren. “Genauso intensiv und aufrüttelnd”, so Markus Hartmann, “genauso gesellig und bereichernd – aber wir bleiben dann nochmals in der Nähe und suchen die schöne Eifel heim.”

Interessensbekundungen und Rückfragen an Markus Hartmann, Pastoralreferent, 0171-1827107 oder markus.hartmann@bistum-trier.de.